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Deutsche Kriegspropaganda? , Adnan Nakdali , Aug. 2016

Es ist nicht zu übersehen, dass die Medien in Deutschland seit geraumer Zeit ein zum Teil beispieloses Erdogan/ Türkei- Bashing führen. Besonders nach dem vereitelten Militärputsch hat die hat sich die Vorgehensweise der Medien noch einmal verschärft. Selten zogen die großen Medien an einem Strang wie sie es zurzeit tun. Man freut sich wenn man in diesem "Gewühl" einen neutralen Artikel entdeckt, als hätte man "die Nadel im Heuhaufen" gefunden.

Auch kann man beobachten, dass sich die deutschen Medien und die deutsche Politik immer mehr mit den kurdischen Terrorgruppen verständigen. Die Siege der in Syrien aktiven Terrororganisation PYD, offizieller Ableger der PKK, gegen die Daesh (IS) Terroristen, werden in den hiesigen Medien hoch gefeiert. Man geht sogar soweit zu sagen die Kurden wollen einen Staat mit "westlichen Werten" errichten. Dass diese Gruppen in jüngster Vergangenheit Kriegsverbrechen gegen arabische Bewohner der von ihnen besetzten Gebiete begangen haben und weiterhin begehen wird komplett ausgeblendet. Man zeigt wie wenige (!) Frauen aus Freude den Gesichtsschleier verbrennen oder eine Zigarette rauchen. Ein neutraler Beobachter bringt den kurdischen Terrorgruppen durch diese Berichterstattung immer mehr Sympathien entgegen.

Auf der anderen Seite wird ein Erdogan als Hüter und Unterstützer des Terrors dargestellt. Seit Jahren sind seine Beziehungen zur Hamas oder zur Muslimbruderschaft bekannt. Nie oder selten wurden diese Beziehungen infrage gestellt. Noch wurde behauptet, dass Erdogan durch diese Beziehungen den Terror unterstütze. Nun aber, wo man einen neuen "Schurken" gefunden hat, geht man auch den Schritt zu sagen solche positiven Beziehungen seien eine Art der Unterstützung des Terrors.

Diese Doppelmoral in der Berichterstattung, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte deutschsprachige Medienlandschaft zieht, scheint eine Vorbereitung auf einen langen Konflikt mit der Türkei zu sein. Es ist eine Art moderne "Kriegspropaganda", die die Gesellschaft auf diesen Konflikt einstimmen soll.

Es sind nun die Vernünftigen Stimmen beider Gesellschaften gefragt, die gegen diese Eskalierung mit Weisheit und Ruhe vorgehen. Hoffen wir, dass die "Stimme der Vernunft" bald wieder die Oberhand gewinnt.

(Im Bild: zwei Titel, die heute auf Spiegel- Online erschienen sind. Im oberen Artikel werden die Kurden* als Träger "westlicher Werte" dargestellt. Im unteren Artikel heißt es Erdogan und die Türkei unterstützen den "islamistischen Terror".)



Adnan Nakdali
(Islamischer Info. Dienst)